Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie

Im Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie, das wöchentlich am InIIS stattfindet, wechseln Beiträge von Gästen und InIIS-Mitgliedern sowie Diskussionen aktueller Literatur aus dem Bereich Politische Theorie.
Besonders hervorzuheben ist die Reihe „Wilde Theorie“. Sie besteht aus einer Serie von Vorträgen und Workshops zu aktuellen Arbeiten in der politischen Theorie bestehen, zu denen die Teilnehmer_innen des Kolloquiums sowie weitere Interessierte herzlich eingeladen sind. In loser Folge laden wir dazu Theoretiker_innen nach Bremen ein, die sich in der Phase zwischen Doktorarbeit und Professur befinden, damit sie ihre jeweils aktuellen Projekte vorstellen – und hoffentlich im Austausch mit uns weiterentwickeln. Gelegenheit dafür gibt jeweils ein öffentlicher Vortrag im Rahmen des Kolloquiums mit einem anschließenden Workshop. Dieser Workshop soll der produktiven Diskussion des Themas dienen, indem thematisch einschlägige Texte und/oder eigene Arbeiten der Bremer Teilnehmer_innen gelesen und diskutiert werden. Zu den Workshops bitten wir um vorherige kurze Anmeldung (Kontakt siehe jeweils im Programm), gerne spätestens eine Woche vorab, damit wir alle Interessierten gut einbinden können.
Texte (gescannte Literatur und Papiere der Referenten) werden vorab über den Verteiler des Kolloquiums zur Verfügung gestellt. Eingeladen sind alle Interessierten – geben Sie also dieses Programm gerne weiter. Falls Sie sich auf den Mailverteiler setzen lassen möchten, kontaktieren Sie bitte Christian Leonhardt unter chleon@uni-bremen.de.
Diskussionssprachen des Kolloquiums sind Deutsch und Englisch; die jeweils primär verwendete Sprache ergibt sich aus der Sprache des Beitragstitels. Die andere Sprache wenigstens passiv zu verstehen ist in jedem Fall hilfreich.

 

 

Koll. zur Politischen Theorie

Subjektverständnisse bei Castoriadis, Laclau und Rancière

Aristotelis Agridopoulos, Prof. Dr. Martin Nonhoff09.07.2019
Veranstaltungsort:
UNICOM, InIIS
Raum: 7.2210

Bremen
Uhrzeit:
18:00 - 19:30
Veranstaltungsreihe:
Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie
Semester:
SoSe 2019

Veranstaltungsort:
UNICOM, InIIS
Raum: 7.2210

Bremen
Uhrzeit:
10:30 - 14:30
Veranstaltungsreihe:
Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie
Semester:
SoSe 2019

Öffentlicher Vortrag mit Workshop

Das Programm und das Plakat zum Herunterladen (PDF).
 
Vortrag von Shalini Randeria | Wien, Genf, Bremen
Demographic Panics and the Violence of Soft Authoritarianism
mit Michael Flitner und Klaus Schlichte | Bremen
02.07.19 | Dienstag | 18:00 - 20:00 Uhr | Rotunde (Cartesium), Uni Bremen

Workshop mit Shalini Randeria und Ranabir Samaddar | Calcutta Research Group
Soft Authoritarianism, Primitive Accumulation and the Law
Moderation: Martin Nonhoff | Bremen
03.07.19 | Mittwoch | 10:30 - 14:30 Uhr |UNICOM 7.2210 (InIIS, Mary-Somerville-Straße 7, Haus Wien)
Für den Workshop wird um Anmeldung unter woc@uni-bremen.de gebeten.

Beide Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt.

The lecture will address the politics of demographic panics which we are currently observing across the globe and which are entangled with geo-political interests and the increasing strength of ethno-national
identities. Imaginations of the purity of the nation coupled with perceptions of differential fertility rates fuel pro-natalist discourses and policies especially in Eastern Europe, which is also witnessing a strong antifeminist backlash. The same mix of factors, however, lead to selective anti-natalism for the poor and for
religious minorities in India, for example, where a model of economic development based on neo- Malthusian premises continues to animate a state-driven population control program. The links between soft authoritarianism and the demographic imagination in different regions of the world will be explored to delineate the intimate ties between body politics and the body politic. Contemporary dynamics of the governance of reproduction in a world imagined as simultaneously under-populated and over-populated will be considered against the background of the global history of (post)-colonial population control.

Shalini Randeria, Professorin für Sozialanthropologie und Soziologie, ist seit Januar 2019 Excellence Chair der Universität Bremen. Sie ist Rektorin des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen in Wien und lehrt am Graduate Institute for International and Development Studies in Genf, wo sie auch das Albert Hirschman Centre on Democracy leitet. In Bremen baut sie im Rahmen der interdisziplinären Forschungsplattform „Worlds of Contradiction“ (WoC) an der Schnittstelle von Kultur-, Rechts- und Sozialwissenschaften eine Forschungsgruppe zu „Soft Authoritarianism“ auf.

Zum Workshop am Folgetag sind alle ganz herzlich eingeladen, insbesondere Nachwuchswissenschaft*innen (MA, PhD und Postdoc).

Lektüre zur Vorbereitung:
Randeria, Shalini. (2007). “The State of Globalization: Legal Plurality, Overlapping Sovereignties and Ambiguous Alliances between Civil Society and the Cunning State in India”. Theory, Culture & Society 24
(1): 1–33.
In deutscher Fassung: Randeria, Shalini. (2006). „Rechtspluralismus und überlappende Souveränitäten: Globalisierung und der »listige Staat« in Indien“, Soziale Welt 57: 229-258

Der öffentliche Vortrag und der Workshop werden von WoC gemeinsam mit dem Institut für Interkulturelle und Internationale Studien und dem Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft der Universität Bremen
veranstaltet. Sie sind Teil des Kolloquiums für Politische Theorie.

 

Veranstaltungsort:
Cartesium
Raum: Rotunde
Enrique-Schmidt-Straße 5
Bremen
Uhrzeit:
18:00 - 20:00
Veranstaltungsreihe:
Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie
Semester:
SoSe 2019

Öffentlicher Vortrag mit Workshop

Das Programm und das Plakat zum Herunterladen (PDF).

Vortrag von Shalini Randeria | Wien, Genf, Bremen
Demographic Panics and the Violence of Soft Authoritarianism
mit Michael Flitner und Klaus Schlichte | Bremen
02.07.19 | Dienstag | 18:00 - 20:00 Uhr | Rotunde (Cartesium), Uni Bremen

 

Workshop mit Shalini Randeria und Ranabir Samaddar | Calcutta Research Group
Soft Authoritarianism, Primitive Accumulation and the Law
Moderation: Martin Nonhoff | Bremen
03.07.19 | Mittwoch | 10:30 - 14:30 Uhr |UNICOM 7.2210 (InIIS, Mary-Somerville-Straße 7, Haus Wien)
Für den Workshop wird um Anmeldung unter woc@uni-bremen.de gebeten.

Beide Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt.

The lecture will address the politics of demographic panics which we are currently observing across the globe and which are entangled with geo-political interests and the increasing strength of ethno-national
identities. Imaginations of the purity of the nation coupled with perceptions of differential fertility rates fuel pro-natalist discourses and policies especially in Eastern Europe, which is also witnessing a strong antifeminist backlash. The same mix of factors, however, lead to selective anti-natalism for the poor and for
religious minorities in India, for example, where a model of economic development based on neo- Malthusian premises continues to animate a state-driven population control program. The links between soft authoritarianism and the demographic imagination in different regions of the world will be explored to delineate the intimate ties between body politics and the body politic. Contemporary dynamics of the governance of reproduction in a world imagined as simultaneously under-populated and over-populated will be considered against the background of the global history of (post)-colonial population control.

Shalini Randeria, Professorin für Sozialanthropologie und Soziologie, ist seit Januar 2019 Excellence Chair der Universität Bremen. Sie ist Rektorin des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen in Wien und lehrt am Graduate Institute for International and Development Studies in Genf, wo sie auch das Albert Hirschman Centre on Democracy leitet. In Bremen baut sie im Rahmen der interdisziplinären Forschungsplattform „Worlds of Contradiction“ (WoC) an der Schnittstelle von Kultur-, Rechts- und Sozialwissenschaften eine Forschungsgruppe zu „Soft Authoritarianism“ auf.

Zum Workshop am Folgetag sind alle ganz herzlich eingeladen, insbesondere Nachwuchswissenschaft*innen (MA, PhD und Postdoc).

Lektüre zur Vorbereitung:
Randeria, Shalini. (2007). “The State of Globalization: Legal Plurality, Overlapping Sovereignties and Ambiguous Alliances between Civil Society and the Cunning State in India”. Theory, Culture & Society 24
(1): 1–33.
In deutscher Fassung: Randeria, Shalini. (2006). „Rechtspluralismus und überlappende Souveränitäten: Globalisierung und der »listige Staat« in Indien“, Soziale Welt 57: 229-258

Der öffentliche Vortrag und der Workshop werden von WoC gemeinsam mit dem Institut für Interkulturelle und Internationale Studien und dem Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft der Universität Bremen
veranstaltet. Sie sind Teil des Kolloquiums für Politische Theorie.

 

Veranstaltungsort:
UNICOM, INIIS
Raum: 7.2210

Bremen
Uhrzeit:
18:00 - 19:30
Veranstaltungsreihe:
Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie
Semester:
SoSe 2019

Veranstaltungsort:
InIIS, UNICOM
Raum: 7.2210

Bremen
Uhrzeit:
18:00 - 19:30
Veranstaltungsreihe:
Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie
Semester:
SoSe 2019

Workshop "Wilde Theorie"

Debt, Dependency and the Commodification of Desire

Clare Woodford, Prof. Dr. Martin Nonhoff29.05.2019
Veranstaltungsort:
UNICOM, InIIS
Raum: 7.2210

Bremen
Uhrzeit:
10:15 - 12:45
Veranstaltungsreihe:
Wilde Theorie
Semester:
SoSe 2019

Wilde Theorie #22 mit Clare Woodford

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten. Für die Teilnahme am Workshop ist eine Anmeldung erforderlich (martin.nonhoff@uni-bremen.de). 

Das Plakat zum Download (PDF)

Talk
From Melancholia and Mourning to Hatred and Fear: 'Left' politics against polarization and hate
Tuesday, 28 May 2019, 18h, InIIS, Room 7.2210


The rise of the far-right and increasing polarization of political views across Europe and the Americas have dashed post-2008 hopes of a more progressive turn in world politics. In response we may look to the left to help mobilize resistance to widespread xenophobia, yet many argue that the left is trapped in melancholia, still struggling to remake itself after the Cold War ‘loss’ of Marxism. I suggest that the melancholia diagnosis risks contributing to further polarization. In contrast I argue that, although at first it appears to fall prey to the same concerns, when freed from the restraints of the messianic, Jacques Derrida’s work of mourning Marx can help us ‘work through’ the post-Cold War impasse more productively, indicating two areas that require urgent attention. First, institutional design which better supports emancipation, and second construction of effective strategies to confront the dominance of the affective matrix of xenophobia.

Workshop
Against inequality and hatred? Neoliberalism and desire
Wednesday, 29 May 2019, 10:15-12:45
InIIS, Room 7.2210

In this workshop I hope to discuss the differences and similarities between Deleuze and Lacan’s conception of desire and the relevance for a radical politics that can fight economic inequality today. Although these themes may seem disparate both Deleuze and Lacan strongly influence the poststructuralist politics at the forefront of a new left theory and collective practice emerging from the 2011 wave of protests, anti-austerity marches and the Arab spring. However concerns remain about complicity between poststructuralism and neoliberalism that also feed into concerns about the current proliferation of hatreds prevalent in democratic politics today. The question for the workshop is whether the concept of desire (and which concept of desire) In Lacan and Deleuze’s work (part of a tradition that is at the centre not just of poststructuralist thought, but the wider critical theory tradition) can help us theorise strategies of resistance to neoliberalism or will hinder any such project. The workshop will draw on feminist and queer theory (Adriana Cavarero and Judith Butler), affect theory (principally in the work of Sara Ahmed), as well as the work of Michel Foucault, Jacques Derrida, Jacques Lacan, Gilles Deleuze, Jacques Rancière, Bonnie Honig and Christoph Menke.

Veranstaltungsort:
UNICOM, InIIS
Raum: 7.2210

Bremen
Uhrzeit:
18:00 - 19:30
Veranstaltungsreihe:
Wilde Theorie
Semester:
SoSe 2019

Wilde Theorie #22 mit Clare Woodford

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten. Für die Teilnahme am Workshop ist eine Anmeldung erforderlich (martin.nonhoff@uni-bremen.de). 

Das Plakat zum Download (PDF)

Talk
From Melancholia and Mourning to Hatred and Fear: 'Left' politics against polarization and hate
Tuesday, 28 May 2019, 18h, InIIS, Room 7.2210


The rise of the far-right and increasing polarization of political views across Europe and the Americas have dashed post-2008 hopes of a more progressive turn in world politics. In response we may look to the left to help mobilize resistance to widespread xenophobia, yet many argue that the left is trapped in melancholia, still struggling to remake itself after the Cold War ‘loss’ of Marxism. I suggest that the melancholia diagnosis risks contributing to further polarization. In contrast I argue that, although at first it appears to fall prey to the same concerns, when freed from the restraints of the messianic, Jacques Derrida’s work of mourning Marx can help us ‘work through’ the post-Cold War impasse more productively, indicating two areas that require urgent attention. First, institutional design which better supports emancipation, and second construction of effective strategies to confront the dominance of the affective matrix of xenophobia.

Workshop
Against inequality and hatred? Neoliberalism and desire
Wednesday, 29 May 2019, 10:15-12:45
InIIS, Room 7.2210

In this workshop I hope to discuss the differences and similarities between Deleuze and Lacan’s conception of desire and the relevance for a radical politics that can fight economic inequality today. Although these themes may seem disparate both Deleuze and Lacan strongly influence the poststructuralist politics at the forefront of a new left theory and collective practice emerging from the 2011 wave of protests, anti-austerity marches and the Arab spring. However concerns remain about complicity between poststructuralism and neoliberalism that also feed into concerns about the current proliferation of hatreds prevalent in democratic politics today. The question for the workshop is whether the concept of desire (and which concept of desire) In Lacan and Deleuze’s work (part of a tradition that is at the centre not just of poststructuralist thought, but the wider critical theory tradition) can help us theorise strategies of resistance to neoliberalism or will hinder any such project. The workshop will draw on feminist and queer theory (Adriana Cavarero and Judith Butler), affect theory (principally in the work of Sara Ahmed), as well as the work of Michel Foucault, Jacques Derrida, Jacques Lacan, Gilles Deleuze, Jacques Rancière, Bonnie Honig and Christoph Menke.

Veranstaltungsort:
UNICOM, InIIS
Raum: 7.2210

Bremen
Uhrzeit:
18:00 - 19:30
Veranstaltungsreihe:
Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie
Semester:
SoSe 2019

Koll. zur Politischen Theorie

Die Demokratisierung der Demokratie

Philip Manow, Prof. Dr. Martin Nonhoff07.05.2019
Veranstaltungsort:
UNICOM, InIIS

Bremen
Uhrzeit:
18:00 - 19:30
Veranstaltungsreihe:
Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie
Semester:
SoSe 2019

Veranstaltungsort:
UNICOM, InIIS
Raum: R. 7.2210

Bremen
Uhrzeit:
18:00 - 19:30
Veranstaltungsreihe:
Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie
Semester:
SoSe 2019