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Poster Wilde TheoriePoster Wilde Theorie
Vortrag und Workshop mit Jeanette Ehrmann

Vorlesung: Di., 05.06., 18:00 - 19:30 Raum: InIIS, 7.2210
Workshop: Mi., 06.06, 10:00 - 13:00, Raum: InIIS, 7.2020

Für den Workshop bitten wir um eine kurze Anmeldung bei Prof. Martin Nonhoff.

Wilde Theorie·ist eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Bremer Kolloquiums für Politische Theorie unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Nonhoff. Hier stellen Theoretiker_ innen, die sich in der Phase zwischen Doktorarbeit und Professur befinden, ihre aktuelle Arbeit zur Diskussion. Gelegenheit dafür gibt jeweils ein öffentlicher Vortrag im Bremer Kolloquium für Politische Theorie und ein Workshop am folgenden Morgen. Zu den Workshops bitten wir um vorherige kurze Anmeldung  gerne spätestens eine Woche vorab.

Weitere Informationen zum Kolloquium sowie Materialien zu den Sitzungen stellt Martin Nonhoff (martin.nonhoff@uni-bremen.de) auf Anfrage zur Verfügung.

Das Veranstaltungsplakat als PDF

Laptop mit Kaffee und Schreibblock (Grafik: CC0 Creative Commons)Laptop mit Kaffee und Schreibblock (Grafik: CC0 Creative Commons)
Tagung der DVPW Sektion Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Bremen, 13.–15. März 2019

Demokratie und Wahrheit
Tagung der DVPW Sektion Politische Theorie und Ideengeschichte
an der Universität Bremen, 13.–15. März 2019

Call for Papers als PDF
Bitte senden Sie bei Interesse Ihren Abstract von nicht mehr als 300 Worten bis zum 1.8.2018 an wahrheit@uni-bremen.de

Eine alte Sorge kehrt zurück: Verlieren wir in den »westlichen« Demokratien den Respekt vor und den Kontakt zur Wahrheit? Die derzeitigen Debatten um das »postfaktische Zeitalter«, um »alternative Fakten« oder um »fake news« sind größtenteils von der Vorstellung getragen, unsere Demokratien benötigten Wahrheit für ihr gutes Funktionieren, und von der Angst getrieben, sie seien zugleich besonders anfällig für den Verlust von Wahrheit. Damit rücken sie das Verhältnis von Demokratie und Wahrheit ins Zentrum der gegenwärtigen Selbstverständigungsdebatten unserer Gesellschaften.
Allerdings gehen die medialen Diskussionen nahezu einhellig von der unhinterfragten Selbstverständlichkeit eines solchen Verhältnisses aus – und stehen damit in scharfem Kontrast zur Diskussion in der Politischen Theorie, in der die Notwendigkeit für, ja überhaupt die Existenz von Wahrheit in der Demokratie keineswegs als gegeben angenommen wird. Im Gegenteil, das Verhältnis von Demokratie und Wahrheit ist radikal umstritten: So kann man mit Platon bezweifeln, dass es Wahrheit in der Demokratie überhaupt geben kann, mit Hannah Arendt vor der Tyrannei der Wahrheit der Wahrheit in der Demokratie warnen, mit Jürgen Habermas der Demokratie selbst eine Rolle beim Auffinden von Wahrheit zusprechen oder mit Michel Foucault die Funktion des Aussprechens ungeschönter Wahrheiten für die Demokratie hervorheben.1 Jede dieser Alternativen – die lange nicht die Debatte erschöpfen – geht von einem anderen Verhältnis von Wahrheit und Demokratie aus und bewertet dieses jeweils unterschiedlich.
Doch nicht nur das Verhältnis von Demokratie und Wahrheit sowie seine Bewertung werden in der gegenwärtigen Debatte meist verkürzt dargestellt, auch die Formen von Wahrheit und Unwahrheit in der Demokratie werden nicht differenziert betrachtet. Dabei spielt es eine große Rolle, ob wir beispielsweise über Lügen, Propaganda oder Ideologie, über apodiktische Evidenzen, logische Wahrheiten oder fallibele Wissenszuschreibungen sprechen. Genauso ist
zu fragen, welchen Einfluss unterschiedlichen Medien auf die verschiedenen Formen von Wahrheit oder Falschheit in der Demokratie haben: Sind bewusst fabrizierte »fake news« in den Sozialen Medien wirklich etwas grundsätzlich Neues, beispielsweise gegenüber strikt auf Linie gebrachten Parteizeitungen? Verändern Geschwindigkeit und Reichweite tatsächlich auch die Wirkung echter oder alternativer Fakten?
Das Verhältnis von Wahrheit und Demokratie sowie die Formen von Wahrheit in der Demokratie: Diese beiden Dimensionen erlauben ganz unterschiedliche Zugänge, unter denen der ideengeschichtliche angesichts der tendenziell geschichtsvergessenen aktuellen Debatte besonders hervorzuheben ist. Wie bereits die wenigen referierten Positionen andeuten, ist die Diskussion um das Verhältnis von Wahrheit und Demokratie sowie seine Formen eine tief in der Geschichte politischer Philosophie bzw. Theorie verankerte. Die Tagung möchte dementsprechend systematische wie ideengeschichtliche Beiträge zu beiden Dimensionen zusammenbringen. Ihr Ziel ist es, die verschiedenen Annahmen über das Verhältnis von Demokratie und Wahrheit sowohl systematisch als auch historisch zu diskutieren und in Beziehung zu den verschiedenen Formen zu setzen, die Wahrheit in der Demokratie annehmen kann. Fragestellungen zum Verhältnis von Demokratie und Wahrheit könnten also lauten:
- Welche Rolle spielt Wahrheit in der Demokratie – und welche in der Demokratietheorie? Was ist die Funktion von Wahrheit in demokratischen Praktiken, und welchen Ort besetzen epistemologische Überlegungen in politischen Theorien?
- Darf, kann oder muss Demokratie epistemisch gerechtfertigt werden?
- Welche Bedeutung hat Wahrheit für Kritik in und an Demokratie?
- Wie stellt sich das Verhältnis von Wahrheit und Demokratie ideengeschichtlich betrachtet dar?
- In welcher Beziehung steht das Verhältnis von Wahrheit und Demokratie zu Ideologietheorien?
Indem wir zugleich die Formen von Wahrheit in der Demokratie in den Blick rücken, sollen auch Beiträge angeregt werden, die theoretische Überlegungen mit empirischen Untersuchungen verschränken. Beispiele für Fragestellung sind:
- Hat die »Angst vor der Wahrheit« (Boghossian) tatsächlich zu einer verstärkten Abwesenheit von Wahrheit in der politischen Debatte geführt? Welchen Einfluss haben unterschiedliche Medien?
- Ideologie, Propaganda, »post-truth« – welche Begriffe sind für schlagkräftige Gegenwartsdiagnosen geeignet?
- Ist die Lüge in der Politik notwendig? Und in der Politischen Theorie?
- Wie ist die Beziehung von Wissenschaft, wissenschaftlichem Wissen und Demokratie zu verstehen – gerade vor dem Hintergrund der Science and Technology Studies?
Die Tagung wird von Martin Nonhoff und Frieder Vogelmann an der Universität Bremen organisiert. Als Hauptvortragende haben bereits Andrea Kern (Universität Leipzig) und Frank Nullmeier (Universität Bremen) zugesagt.
Wir bitten um Vorschläge für Vorträge, die sich diesen und weiteren Fragen zum Thema Wahrheit und Demokratie widmen. Bitte senden Sie bei Interesse Ihren Abstract von nicht mehr als 300 Worten bis zum 1.8.2018 an wahrheit@uni-bremen.de (Ansprechpartner sind Martin Nonhoff oder Frieder Vogelmann). Wir informieren über die Annahme der Vorträge bis 31. August 2018. 

1 Vgl. der Reihe nach Platon: Politeia, in: Sämtliche Werke, hrsg. von Ursula Wolf, übers. von Friedrich Schleiermacher, Reinbek bei Hamburg 2011, Buch VIII; Arendt, Hannah: »Wahrheit und Politik«, in: dies.: Wahrheit und Lüge in der Politik. Zwei Essays, München 1972, S. 44–92; Habermas, Jürgen: »Hat die Demokratie noch eine epistemische Dimension? Empirische Forschung und normative Theorie«, in: ders.: Ach, Europa. Kleine politische Schriften XI, Frankfurt a. M. 2008, S. 138–191; Foucault, Michel: Der Mut zur Wahrheit. Die Regierung des Selbst und der anderen II. Vorlesung am Collège de France 1983/84, übers. von Jürgen Schröder, Berlin 2010.

Veranstaltungsplakat zur Wilden Theorie 19Veranstaltungsplakat zur Wilden Theorie 19
Vortrag und Workshop mit Dorothea Gädeke (Frankfurt)

Vortrag und Workshop mit Dorothea Gädeke (Goethe Universität Frankfurt/M.).

16.01.18, 18:00 - 19:30
Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie
Politik der Beherrschung. Eine kritische Theorie externer Demokratieförderung"
InIIS, UNICOM Haus 7, Raum: 7.2210

17:11., 10:00 - 13:00
Workshop
Republikanische Freiheit von unten denken
InIIS, UNICOM, Haus 7, Room: 7.2210

Anmeldung für den Workshop bei frieder.vogelmann@uni-bremen.de

Das Vernstaltungsplakat zum Herunterladen (PDF)

"Wilde Theorie“ ist eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Bremer Kolloquiums für Politische Theorie unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Nonhoff. Hier stellen Theoretiker_innen, die sich in der Phase zwischen Doktorarbeit und Professur befinden, aktuelle Arbeiten zur Diskussion.

Zu den Workshops bitten wir um vorherige kurze Anmeldung bei frieder.vogelmann@uni-bremen.de, gerne spätestens eine Woche vorab.

Weitere Informationen zum Kolloquium sowie Materialien zu den Sitzungen stellt Martin Nonhoff (martin.nonhoff@uni-bremen.de) auf Anfrage zur Verfügung.

Das Veranstaltungsplakat zum Herunterladen.

Tomislav Medek: http://www.flickr.com/people/11932978@N00 License: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.deTomislav Medek: http://www.flickr.com/people/11932978@N00 License: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de
Am 02.12. Kolloquium mit Étienne Balibar, Martin Nonhoff u.a.

Kolloquium mit Étienne Balibar „Europa – Chaos und Pluralität“

Zeit: Samstag, 2. Dezember 2017 um 11.00 Uhr
Ort: Institut Français, Contrescarpe 19, 28203 Bremen
Eintritt frei, keine Anmeldung nötig

Ist das Projekt eines geeinten und pluralen Europas angesichts des „Versagens der europäischen Flüchtlingspolitik“ und des Wiedererstarkens populistischer Tendenzen gescheitert? Befindet Europa sich nicht nur in einer Krise, sondern in einem Zustand des Chaos?  

Étienne Balibar unternimmt in immer wieder neuen Anläufen den Versuch, die Bedingungen für die Herausbildung eines anderen, pluralen und demokratischen Europas sichtbar zu machen. In seinem Buch „Europa: Krise und Ende?“ analysiert Balibar z. B. nicht nur den Schwund politischen Handelns, sondern arbeitet heraus, wie es Europa gelingen kann, wieder die Gestalt eines „politischen Projekts“ anzunehmen. 

Doch wie ist ein erweitertes und plurales Selbstverständnis Europas in der heutigen Situation politisch zu realisieren? Wie lässt sich der höchst heterogene und komplexe europäische Raum überhaupt (neu) bestimmen? Und wie entgeht man, aus der Perspektive Arendts gefragt, hierbei der Gefahr, ein wie auch immer geartetes „Europa-Ideal“ zu formulieren?

Diskussion mit: Étienne Balibar, Vlasta Jalušič, Piotr Buras und Martin Nonhoff  
Gesprächsleitung: Antonia Grunenberg.

Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung

Etienne Balibar bekommt am 01. Dezember den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken.
Für die Preisverleihung  im Rathaus ist eine Anmeldung erforderlich: ruedel.boell@arcor.de

Informationen zu beiden Veranstaltunen finden Sie auf der Seite der Heinrich-Böll-Stiftung.

 

Studentische KonferenzStudentische Konferenz
Eine studentische Konferenz zur Hegemonietheorie

Über Ihre Erfahrungen mit dem Seminar und der Konfernz berichten Marie Kübler, India Hartung, Carla Ostermayer und Tom Seiler in der Ausgabe Wintersemester 2017/18 der "Resonanz - Magazin für Lehre und Studium an der Universität Bremen".

Zum Artikel

Veranstaltungsplakat Wilde Theorie 18Veranstaltungsplakat Wilde Theorie 18
Vortrag und Workshop mit Manon Westphal

Vortrag und Workshop mit Manon Westphal (Universität Münster).

28.11., 18:00 - 19:30
Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie
InIIS, UNICOM Haus 7, Raum: 7.2210

29:11., 10:00 - 13:00
Workshop
Modus Vivendi und die Idee einer realistischen politischen Theorie
InIIS, UNICOM, Haus 7, Room: 7.2210
Anmeldung für den Workshop bei martin.nonhoff@uni-bremen.de

 Das Vernsatltungsplakat zum Herunterladen (PDF)

"Wilde Theorie“ ist eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Bremer Kolloquiums für Politische Theorie unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Nonhoff. Hier stellen Theoretiker_innen, die sich in der Phase zwischen Doktorarbeit und Professur befinden, aktuelle Arbeiten zur Diskussion.

Zu den Workshops bitten wir um vorherige kurze Anmeldung bei frieder.vogelmann@uni-bremen.de, gerne spätestens eine Woche vorab.

Weitere Informationen zum Kolloquium sowie Materialien zu den Sitzungen stellt Martin Nonhoff (martin.nonhoff@uni-bremen.de) auf Anfrage zur Verfügung.

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Veranstaltungsplakat Veranstaltungsplakat "Wilde Theorie 17"
Vortrag und Workshop mit Eva von Redecker (HU Berlin)

"Wilde Theorie“ ist eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Bremer Kolloquiums für Politische Theorie unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Nonhoff. Hier stellen Theoretiker_innen, die sich in der Phase zwischen Doktorarbeit und Professur befinden, aktuelle Arbeiten zur Diskussion.  

Zu den Workshops bitten wir um vorherige kurze Anmeldung bei frieder.vogelmann@uni-bremen.de, gerne spätestens eine Woche vorab.

Weitere Informationen zum Kolloquium sowie Materialien zu den Sitzungen stellt Martin Nonhoff (martin.nonhoff@uni-bremen.de) auf Anfrage zur Verfügung. 

 Das Veranstaltungsplakat zum Herunterladen.

Veranstaltungsplakat Wilde Theorie 16Veranstaltungsplakat Wilde Theorie 16
Vortrag und Workshop mit Titus Stahl (Groningen)

"Wilde Theorie“ ist eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Bremer Kolloquiums für Politische Theorie unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Nonhoff. Hier stellen Theoretiker_innen, die sich in der Phase zwischen Doktorarbeit und Professur befinden, aktuelle Arbeiten zur Diskussion.  

Zu den Workshops bitten wir um vorherige kurze Anmeldung bei frieder.vogelmann@uni-bremen.de, gerne spätestens eine Woche vorab.

Weitere Informationen zum Kolloquium sowie Materialien zu den Sitzungen stellt Martin Nonhoff (martin.nonhoff@uni-bremen.de) auf Anfrage zur Verfügung.

Das Veranstaltungsplakat zum Herunterladen.

Prof. Dr.  Catherine Colliot-Thélène und Prof. D. Martin NonhoffProf. Dr. Catherine Colliot-Thélène und Prof. D. Martin Nonhoff
Diskussionsveranstaltung am 22.03. (18:30 Uhr) mit Prof. Dr. Martin Nonhoff und Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène in der Bremischen Bürgerschaft

Eine Veranstaltung der Bremischen Bürgerschaft und des Institut Français Bremen.

Das Veranstaltungsplakat als PDF

Die Präsidentschaftswahlen in Frankreich werfen ihre Schatten voraus. Die Franzosen stehen vor der schweren Entscheidung, zwischen den Verlockungen einer rechtspopulistischen Marine Le Pen und der Tatsache, dass es den idealen Kandidaten für das höchste Amt nicht gibt, zu bestehen. Wie in Frankreich beobachten wir auch in Deutschland ein gewachsenes Potenzial an Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Ihre Vertreter bedrohen die Demokratie und zwingen zum Handeln gegen die „Gefährder“.
Was muss getan werden, um die repräsentative Demokratie attraktiver und wieder stabiler zu machen? Wie lässt sich Vertrauen der Menschen in unsere Staatsform zurückgewinnen?
Darüber sprechen und diskutieren unter der Moderation von Bürgerschaftssprecher Horst Monsees die französische Philosophin Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène (Universität Rennes) und der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Martin Nonhoff von der Universität Bremen.

 

Prof. Dr. Martin Nonhoff Prof. Dr. Martin Nonhoff
Diskussionsveranstaltung als Video

In einer Veranstaltung der Bremen International Graduate Schoal of Social Sciences (BIGSSS), der Columbia's Journalism School, der ZEIT-Stiftung Ebelin and Gerd Bucerius und des German Research Foundation diskutierten:

  • Martin Nonhoff, Professor für Politische Theorie, InIIS,
  • Michael Werz, Senior Fellow, Center For American Progress, Georgetown University
  • Alec MacGiliis, Journalist, ProPublico, The New Yorker, and Washington Post
  • Jan-Werner Müller, Professor of Politics, Princeton University,
  • Todd Gillin, Professor of Journalism and Sociology, Columbia University

 

Einleitung: Joann Halpern, Director, German Center For Research and Innovation.

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