Dieter-Senghaas-Lectures

Mit der jährlichen Vortragsreihe zu europa- und weltpolitischen Entwicklungen, Krisen und Konflikten würdigt das Institut für Interkulturelle und Internationale Studien seinen Senior Fellow Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Senghaas, der nicht nur einer der Gründungsväter des Instituts ist, sondern darüber hinaus zu den internationale bekanntesten und renommiertesten Friedens- und Konfliktforschern gehört. 2015 wurde die Vortragsreihe von Prof. Klaus Dieter Wolf, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, im historischen Veranstaltungsraum „Stadtwaage“ eröffnet. 

 

2018: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joas: Postnationaler Imperialismus? Eine militaristische Denktradition und ihre gegenwärtige Bedeutung
2017: Prof. Dr. Dr. h.c. Gudrun Krämer: Einheit, Vielfalt. Differenz. Vom Umgang mit dem Anderen im zeitgenössischen Islam
2016: Prof. Dr. Josef Joffe: Zurück in die Zukunft: Die Wiederkehr der Machtpolitik im 21. Jahrhundert
2015: Prof. Dr. Klaus-Dieter Wolf: Ende oder Rückkehr der Geschichte? Weltpolitik vor neuen Herausforderungen
Plakat Dieter-Senghaas-Lecture 2018Plakat Dieter-Senghaas-Lecture 2018

2018: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joas: Postnationaler Imperialismus? Eine militaristische Denktradition und ihre gegenwärtige Bedeutung

Die vierte Dieter-Senghaas-Lecture findet statt am 05. Dezember 2018, 19:00
Haus der Wissenschaft, Bremen, Sandstr. 4/5

Der europäische Einigungsprozess leitet seine Legitimation in beträchtlichem Maße aus der erfolgreichen Etablierung einer stabilen „post-Hobbesschen“ Friedensordnung in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg ab. Bei den heutigen Bemühungen um eine gemeinsame europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik stellt sich deshalb die entscheidende Frage, ob diese den Prinzipien folgen wird, die im Binnenverhältnis Europas gelten, oder ob wir Zeugen der Herausbildung einer neuen Weltmacht alter Schule, d.h. eines "postnationalen Imperialismus" sind. Dieser Frage geht der Vortrag nicht in politikwissenschaftlicher Weise nach, sondern auf dem Weg einer Auseinandersetzung mit historisch-soziologischen Überlegungen zu Europa von Otto Hintze und Carl Schmitt bis zur Gegenwart.