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Plakat 6. Dieter-Senghaas-LecturePlakat 6. Dieter-Senghaas-Lecture
6. Dieter-Senghaas-Lecture im Haus der Wissenschaft (29.09.2021, 18 Uhr)

Die Gewaltkonflikte der letzten Jahrzehnte stellen etablierte Akteure und Organisationen der internationalen Politik vor enorme Herausforderungen. Sie erweisen sich als zunehmend vertrackt und zählebig, sie zeigen sich in vielfältigen Dimensionen und haben selten klare Fronten. Damit überfordern sie meistens die systemischen Problemlösungsfähigkeiten der Staatengemeinschaft, zumal sie sich kaum noch national einhegen lassen und schnell zu regionalen und internationalen Eskalationen beitragen. Daher bleibt die Frage, wie Kriege unter den Bedingungen globalisierter Politik beendet werden können, von ungebrochener Relevanz. Diplomatische Verhandlungen gelten weiterhin als probates Mittel zur Verregelung und Lösung militärischer Konflikte. Es zeigt sich jedoch immer mehr, dass ihr Ertrag zur Beilegung systemischer Konflikte selten von Dauer ist. Deswegen wurden in der jüngeren Vergangenheit Ansätze von Dialog und Mediation als Alternativen bzw. Ergänzungen von Verhandlungen konzipiert und weiterentwickelt. In diesem Vortrag steht der afghanische Friedensprozess im Zentrum, in dem alle drei Ansätze gleichermaßen zur Geltung kamen und in dem die Berghof Foundation seit vielen Jahren engagiert ist. Er verbindet konzeptionelle Überlegungen mit praktischen Erfahrungen und liefert damit wichtige Einblicke darin, welche Ideen und Praktiken der Konfliktlösung sich in der Welt von heute materiell umsetzen lassen.

Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann ist Direktor emeritus der Berghof Foundation und dort Senior Adviser der Afghanistan and Central/South Asia Unit.

 

Mit dieser Vortragsreihe würdigen das Institut für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS) und die Landeszentrale für Politische Bildung Bremen Leben und Werk des international bedeutenden Friedens- und Konfliktforschers Dieter Senghaas, der seit 1978 an der Universität Bremen lehrt und Mitbegründer des InIIS ist. Mit dem von ihm entwickelten „zivilisatorischen Hexagon“, das auf die Möglichkeiten friedlicher Entwicklung in und zwischen Gesellschaften abhebt, hat er ein Paradigma geschaffen, das es bis in die Abituraufgaben deutscher Schülerinnen und Schüler und in die bedeutendsten Lehrwerke Internationaler Beziehungen geschafft hat. Sein Buch „Zivilisierung wider Willen“ über den langen und schwierigen Prozess einer nachhaltigen Friedensgestaltung in Europa ist in zahlreiche Sprachen, u.a. ins Chinesische, Arabische und Koreanische übersetzt worden. Sein Gesamtwerk umfasst u.a. 35 vom ihm verfasste Bücher sowie 35 weitere Bücher, an denen er als Herausgeber oder Ko-Autor beteiligt war.


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Hegemony-Crisis-Intervention. TitelbildHegemony-Crisis-Intervention. Titelbild
Symposium vom 23.-25.09.2021

Die internationale Fachtagung "Hegemonie, Krise, Intervention. New Perspectives on Emancipatory & Radical Democratic Discourses" setzt sich kritisch mit den Arbeiten von Ernesto Laclau und Chantal Mouffe, der sogenannten Essex-Schule der Diskursanalyse, sowie mit dem weiteren Feld der poststrukturalistischen Diskurstheorie auseinander. Es hinterfragt die Unterscheidung zwischen politischer Theorie und Praxis und zielt darauf ab, Perspektiven emanzipatorischer Projekte zu erkunden.

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Vortrag im Rahmen des Habilitationsverfahrens von Dr. Gundula Ludwig

Montag, den 05.07. um 09:30 hält Gundula Ludwig den 30minütigen Vortag mit anschließendem Kolloquium. Die Veranstaltung findet per Videokonferenz statt. Interessierte melden sich bitte bei Gundula Ludwig an (gundula.ludwig@uni-bremen.de).