Aktuelle Mitteilungen

Dr. Roy KaradagDr. Roy Karadag
Das InIIS bietet eine politische Sprechstunde für alle Interessierten an

„Wir suchen schon länger nach geeigneten Formaten, um mit Bürgerinnen und Bürgern über politische Themen ins Gespräch zu kommen“, sagt Dr. Roy Karadag. Der Politikwissenschaftler ist Geschäftsführer des Instituts für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS) im Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Bremen. Das Institut veranstaltet bereits jährlich eine Dieter Senghaas Lecture zu weltpolitischen Themen. Mit der Veranstaltung soll das Wirken des Mitbegründers und langjährigen Leiters des Instituts gewürdigt werden. Bei der jüngsten Veranstaltung im Haus der Wissenschaft über „Den Umgang mit dem Anderen im zeitgenössischen Islam“ sind Roy Karadag und seine Kollegen mit interessierten Bürgern ins Gespräch gekommen. „Wir haben sie dann direkt zu uns ins Institut eingeladen.“ Ein neues Format, die politische Sprechstunde, war geboren. „Wir wollen dieses Angebot nun verstetigen“, sagt Karadag.

Keine bürokratischen Hürden: Anmeldung genügt

Ab sofort bietet das InIIS eine offene Sprechstunde an. Eingeladen sind Mitmenschen, die Fragen zu internationaler Politik und Konflikten, zu politischen Entwicklungen und Veränderungen in Deutschland und der Welt haben und sich über diese Fragen gerne austauschen würden. Die Sprechstunde steht allen frei, bürokratische Hürden gibt es nicht. Wer Interesse hat, meldet sich vorab unter karadag@uni-bremen.de oder telefonisch unter der 0421-218-67468 bei Dr. Roy Karadag an und vereinbart einen Termin.

Fragen beantwortet:

Dr. Roy Karadag
karadag@uni-bremen.de

 

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WiMi-Stellen am InIIS (Postdos und PhD Researcher)

Für Sfb 1342-Projekte, die am InIIS angesiedlelt sind, bestehen Ausschreibungen für PhD researcher and Post-doctoral researcher in den folgenen Projekten:

 

Eine Liste aller Ausschreibungen für WiMi-Stellen im Rahmen des Sfb 1342 "Global Dynamics of Social Policy" finden Sie auf der Website des SOCIUM

 

InIIS-Bilder aus dem NewsletterInIIS-Bilder aus dem Newsletter
InIIS-Newsletter No. 7 erschienen

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Titelblatt des ReportsTitelblatt des Reports
Workshop-Report erschienen

Der Workshop Report als PDF

The workshop “International interventions against sexual and gender-based violence in conflict”, organised by Alex Veit and Lisa Tschörner from 21-23 June 2017 at the University of Bremen, brought together scholars working on questions related to causes and consequences of CRSV, intervention discourse and practices, and evolving relations between intervention organisations, host states and societies. The workshop was divided into three sections: In a first part, the causes and consequences of CRSV and the practice of intervention were discussed. The second section focused on gendered interventions as well as gendered outcomes of interventions. In a third section, the links between CRSV, peacebuilding and state formation practices have been scrutinised.
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Three major topics crystallized during the presentations and discussions. The first revolved around academic discussion and diplomatic/media representations of causes of CRSV: while on the diplomatic and media level, rape in conflict-settings is very often presented as a strategic, rational choice of non-state armed groups, academic discussion has moved on towards gender-theoretic approaches and military sociology. A move which is, secondly, partly reflected in policy approaches of implementing organisations. However, as CRSV interventions primarily aim at supporting CRSV victims, they tend to neglect the political and structural conditions underlying these forms of violence. A number of victim groups are neglected, while projects at the same time promote heteronormative norms, reproduce unequal gender divisions, and undervalue the agency of survivors. To reduce CRSV, peacekeepers meanwhile focus on military approaches, even while being aware of their non-appropriateness. A third topic has been unintended consequences of the CRSV hype, such as the neglect of other forms of suffering and the diversion of resources towards the abolishment of underage sexual relations.

Prof. Dr. Kerstin MartensProf. Dr. Kerstin Martens
SOCIUM und InIIS werben Mittel für 16 Teilprojekte ein

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik" an der Universität Bremen bewilligt. Der SFB wird in den nächsten vier Jahren mit rund elf Millionen Euro gefördert.

Der SFB wurde federführend von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des SOCIUM (Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik) und des InIIS beantragt. Sprecher wird Professor Herbert Obinger (SOCIUM) sein. Maßgeblich beteiligt an der Antragstellung war aus dem InIIS Prof. Dr. Kerstin Martens, die auch Mitglied des Sprecherteams sein wird.

Die Forschung zur Sozialpolitik hat sich stark auf den Vergleich der hochindustrialisierten Länder konzentriert. Im neuen Sonderforschungsbereich werden die Entwicklungsdynamiken staatlich verantworteter Sozialpolitik in einer auch den Globalen Süden umfassend einbeziehenden Perspektive analysiert. Auch in weiteren Hinsichten geht das Forschungsprogramm des SFBs über die bisherige Sozialpolitikforschung hinaus. Die internationalen Verbindungen und Vernetzungen rücken in den Vordergrund. Die Sozialpolitik eines Landes lässt sich nicht allein aus den innerstaatlichen Verhältnissen heraus erklären. Handelsbeziehungen, Migration, Krieg und Kolonialismus sowie die weltweite Verbreitung von Ideen und Rechtsregeln besitzen eine große Bedeutung für die sozialpolitischen Entwicklungen in den einzelnen Ländern. Zudem liegt der Forschung im SFB ein breites Verständnis von Sozialpolitik zugrunde, in dem unter anderem Bildungspolitik einbezogen wird. Drittens ersetzt der SFB die nationalstaatliche Binnenorientierung der Sozialpolitikforschung durch einen interdependenzentrierten Ansatz.

Der Forschungsverbund hat 15 Teilprojekte und gliedert sich in zwei Projektbereiche.

Der Projektbereich A:“Globale Entwicklungsdynamiken“ besteht aus sechs Teilprojekten, die die Entwicklungsdynamiken in den einzelnen Feldern der Sozialpolitik weltweit untersuchen und eine alle Felder umfassende Datenbank "Global Welfare State Information System" (WeSIS) aufbauen. Aus dem InIIS leitet Prof. Kerstin Martens zusammen mit Prof. Michael Windzio das Teilprojekt „Globale Entwicklung, Diffusion und Transformation von Bildungssystemen“.

Der Projektbereich B „Transregionale Entwicklungsdynamiken“ untersucht in fallstudienzentrierten, qualitativen Analysen die Kausalpfade zwischen internationalen Verflechtungen und sozialpolitischen Entwicklungsdynamiken für einzelne Ländergruppen. Hier ist das InIIS an drei Projekten beteiligt:

- „Mechanismen der Verbreitung von Sozialpolitik“ unter der Leitung von Frank Nullmeier (SOCIUM), Klaus Schlichte (InIIS) und Delia González de Reufels (Institut für Geschichtswissenschaft)

- „Offene Wohlfahrtsstaaten? Die soziale Absicherung von Arbeitsmigration und ihre Rückwirkung auf nationale Politik“ unter der Leitung von Prof. Susanne K. Schmidt (InIIS)

- Transnationale Wohlfahrt: Aufstieg, Zerfall und Renaissance der Sozialpolitik in Afrika“ unter der Leitung von Prof. Klaus Schlichte und Dr. Alex Veit (beide InIIS).

Neben dem InIIS und dem SOCIUM sind von der Universität Bremen auch das  Institut für Geschichtswissenschaft, dem Institut für Geographie, das Institut Arbeit und Wirtschaft (IAW), das Zentrum für europäische Rechtspolitik sowie die Arbeitsgruppe Informationsmanagement des Fachbereichs Informatik mit Projekten beteiligt. Ebenfalls beteiligt sind die Jacobs University Bremen, die Universität Duisburg-Essen und die Universität zu Köln. Der Start des Sonderforschungsbereichs ist für Anfang 2018 vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des SOCIUM und der Universität Bremen.

Cover Highlight 35 - Winter 2017/18Cover Highlight 35 - Winter 2017/18
Highlights - Forschungsmagazin der Universität Bremen

Highlights, das Forschungsmagazin der Universität Bremen, berichtet in seiner neuen Ausgabe 35 (Winter 2017/2018) über das InIIS-Forschungsprojekt "Internationale Interventionen gegen sexualisierte Gewalt in Konfliktgebieten". An dem Forschungsprojekt arbeiten Dr. Alex Veit und Lisa Tschörner.

Die Demokratische Republik Kongo zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Ein schweres koloniales Erbe und jahrzehntelange Kriege und Krisen haben die Zivilbevölkerung zermürbt. In den vergangenen zehn Jahren kam das zentralafrikanische Land in die Schlagzeilen, weil Rebellengruppen, bewaffnete Milizen und die kongolesische Armee viele Vergewaltigungen an Frauen und Kindern begehen. Seitdem schaut die Weltöffentlichkeit genauer hin.

Zur Ausgabe 35 (Winter 2018/18) der Highlights

Veranstaltungsplakat zur Wilden Theorie 19Veranstaltungsplakat zur Wilden Theorie 19
Vortrag und Workshop mit Dorothea Gädeke (Frankfurt)

Vortrag und Workshop mit Dorothea Gädeke (Goethe Universität Frankfurt/M.).

16.01.18, 18:00 - 19:30
Bremer Kolloquium zur Politischen Theorie
Politik der Beherrschung. Eine kritische Theorie externer Demokratieförderung"
InIIS, UNICOM Haus 7, Raum: 7.2210

17:11., 10:00 - 13:00
Workshop
Republikanische Freiheit von unten denken
InIIS, UNICOM, Haus 7, Room: 7.2210

Anmeldung für den Workshop bei frieder.vogelmann@uni-bremen.de

Das Vernstaltungsplakat zum Herunterladen (PDF)

"Wilde Theorie“ ist eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des Bremer Kolloquiums für Politische Theorie unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Nonhoff. Hier stellen Theoretiker_innen, die sich in der Phase zwischen Doktorarbeit und Professur befinden, aktuelle Arbeiten zur Diskussion.

Zu den Workshops bitten wir um vorherige kurze Anmeldung bei frieder.vogelmann@uni-bremen.de, gerne spätestens eine Woche vorab.

Weitere Informationen zum Kolloquium sowie Materialien zu den Sitzungen stellt Martin Nonhoff (martin.nonhoff@uni-bremen.de) auf Anfrage zur Verfügung.

Das Veranstaltungsplakat zum Herunterladen.

Cover InIIS-ArbeitspapierCover InIIS-Arbeitspapier
Jude Kagoro: The Power Game. Organizational Politics, Intrigue and Machiavellianism in the Ugandan Police Force

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Abstract

This article analyzes the complex web of the Uganda Police Force’s organizational politics configured in the relationships among individual police officers, operational structures, administrative hierarchy and sometimes stretching beyond the confines of the force. The organizational politics are characterized by different strands of relationships, but this article particularly concentrate on rivalry and intrigue, which seem opaque to “outsiders” or difficult to disentangle in detail if one is not looking at the police from “inside-out.” Based on a more than four-year ethnographic study of the police, in which the author has been immersed as both a researcher and a consultant, this paper highlights that police officers continuously foment informal alliances in their Machiavellian attempts to accumulate power, control of resources, authority, status and lucrative positions. The article does not pass judgement on the institution per say, but provides a better understanding of the internal workings of the same. It offers a magnifying glass perspective on a Ugandan interface bureaucracy not yet covered by the existing studies.

The article makes a four-dimensional scholarly contribution. First, it contributes to the existing literature on police research in Africa. Second, it broadens our perspectives on bureaucracies in general and interface bureaucracies in Africa in particular. Third, to our understanding of anthropology of state in Africa and ultimately, it contributes to the theory of organizational politics. The analysis in this article uncovers the social and cultural elements that reinforce or neutralize or frustrate state bureaucracies in their everyday exercise of duties and at the same time reveal how overarching and large scale state policies are interpreted, responded to and (re)produced in practical contexts. The insights in this paper helps us to better understand how the police works on a day-to-day basis, what influences promotions and deployments, the distribution of resources and above all comprehend the pressures, motivations and premises upon which officers make decisions.